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Jubiläumsfahrt nach Hintertux (1. bis 8. Februar 2003)

Bericht 1: Wintertraum - Winteralbtraum

Nachdem wir mit vereinten Kräften das vielfältige Gepäck verstaut hatten, ging es einem wunderschönen Wintertag entgegen, der in einer verträumten Winterlandschaft endete. Unser Busfahrer Norbert, das Ohr immer am „Staukanal“, bog bei Tegernsee von der Autobahn ab. So konnten wir die herrliche Landschaft des Tegernseer Tals, die bunten Heißluftballons sowie den friedlichen Achensee genießen. Gestört wurde diese Idylle nur durch das nervige Brummen einiger Handys, die vom österreichischen Netz begrüßt wurden.

In Hintertux wurden wir wie alte Freunde von Christian Kofler empfangen und begrüßt. Nachdem wir uns an der guten Küche gelabt hatten, wurden die Skipässe verteilt und das Motto für Sonntag „jeder nach seinem Gutdünken“ ausgegeben. Diesem Vergnügen gingen beim Frühstück einige Kontrollanrufe“ voraus, was zu dem Ausspruch führte: „... haben wir hier denn betreutes Wohnen?“. Danach gab es noch ein großes Geschrei von Hans (Charli) Domgörgen. Er hatten keinen Skianzug eingepackt!! Dank Wilfried Beppler konnte schnell Abhilfe geschaffen werden.

Nebel, starker Wind und Temperaturen im zweistelligen Minusbereich begrüßten einen Großteil der Gruppe auf dem Gletscher. Obwohl man davon ausgehen konnte, dass alle Teilnehmer Profis in Sachen Wintersport waren, holten sich einige leichte Erfrierungen im Gesicht und an den Ohren. Diese wurden anschließend beim Apré Ski in der Tenne schnell wieder aufgetaut. Wer die Tenne und dort nicht die Sanitäranlagen besucht hat, dem ist einfach ein Highlight dieses Urlaubs entgangen!!!

Am Montag morgen - der Himmel versprach nicht viel Gutes - wurde unserer Gruppe der Hausskilehrer Markus nebst Freundin Michaela zugeteilt. Mit etwas Mühe konnten zwei Gruppen gebildet werden. „Gut so“! Anita fuhr mit ihrer Gruppe Richtung Kaserer I + II. Nachdem wir auf den „Gartenstühlen“ fast vom Winde verweht worden waren, musste zur Auflockerung erst einmal der „Labadu" getanzt werden. Die super Piste belohnte unsere Mühe, hier konnte - wer wollte und konnte - so richtig „Abcarven“. Für Mittags hatte Markus im Tuxerhaus Plätze reserviert. Es wurden dann schon die ersten Erlebnisse ausgetauscht.

Für Dienstag stand Vorderlanersbach auf dem Programm. Dichter Nebel und Schneefall/-treiben, trieben einige sofort wieder ins Tal. Auch zur Mittagszeit dezimierte(n) sich die Gruppe(n) nochmals. Wer tapfer dabeiblieb, dem zeigten Markus und Michaela, was man in diesem großen Skigebiet alles erleben kann. Nach dem Abendessen hieß es „Aufsitzen auf die Rodel“ und es ging - man höre und staune - den Berg hinauf!!!

Foto 2 Rodelabend

18 Rodel hingen hinter zwei VW-Bussen und wurden - mit jeweils zwei Personen besetzt - zur Bichelalm hochgezogen. Hier gab es den traditionellen Hüttenzauber.

Foto 1 Auf der Bichelalm

Die erste Gruppe machte sich um 23.00 Uhr mit Anita auf den Weg (per Schlitten) zurück ins Hotel. Der Rest kam - nach einem Abstecher in die gängige Disco - irgendwann nach Hause.

Lange ausschlafen war allerdings nicht, standen doch Markus und Michaela pünktlich um 9:30 Uhr vor der Türe. Es schien zwar die Sonne, dies konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch an diesem Morgen bitter kalt war. Auf ging es wieder nach Vorderlanersbach. Hier konnten wir - endlich - das herrliche Skigebiet mit eigenen Augen erleben. Zur Mittagszeit traf man sich - dank der Reservierung durch Markus - im Seekarhaus. Eine sehr nette und gemütliche Berghütte. Am Nachmittag hieß es dann ab in den Hexenkessel. Hier war buchstäblich Hexerei angesagt! So fand die Skibrille von Heidrun (Gebauer) sofort einen neuen Besitzer. Ebenfalls einen neuen Besitzer fanden die Ski von Paul (Banischewski). Es handelte sich dabei allerdings nur um eine Verwechselung, die - dank des Engagement von Markus - am nächsten Tag aufgeklärt werden konnte.

Donnerstag - Renntag. „Konzentration“. Heute sollte der Zirben-Cup ausgefahren werden. Der Wettergott meinte es mal wieder nicht sehr gut mit uns. Nach dem es schon die ganze Nacht über geschneit hatte, suchten wir im leichten Schneetreiben und Nebel die Piste. Für einige endete die Suche abseits der präparierten Strecke und brachte intensives „Skisuchen“ mit sich. Um die Rennanspannung abzubauen, besuchte ein Teil der Gruppe die Spannagel-Höhle. Verkleidet mit Gummistiefeln, Ostfriesennerz und Schutzhelm ging es in die z.T. sehr enge Schlucht. Das dabei Erlebte war den Besuch wert. Pünktlich um 13:30 Uhr standen fast alle am Start. Einige ließen sich vom Wetter abhalten und streikten. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle „Verweigerer“, da ihr bereits gezahltes Startgeld in die Jugendkasse des Clubs floss. Zirben-Cup, ein Rennen mit besonderen Regeln. „Frauen und Männer werden nicht getrennt; Altersgrenze ist keine vorgesehen; es muss auf beiden Schiern die Ziellinie überfahren werden; der Sieger wird aus der Differenz vom ersten und zweiten Durchgang ermittelt.“ Na, wer hat denn nun das richtige Skigefühl? Helmut Schoog hatte es leider nicht. Seine Differenz zwischen erstem und zweitem Durchgang betrug 7,38 Sek. Besser lag da schon im Mittelfeld Dieter Bennerscheidt mit einer Differenz von 2,08 Sek. Sieger des Tages wurde mit einer Differenz von nur 0,26 Sek. Dieter Maroldt, gefolgt von Friedhelm Höhne mit 0,27 Sek.

Foto 3 Siegerehrung Dieter Foto 4 Siegerehrung Friedhelm

Nach dem Abendessen folgte zunächst die Videoaufzeichnung unseres Rennens. Jeder konnte „analysieren“ was richtig und was falsch war. Einige meinten allerdings, sie würden - ob des Gesehenen - die Ski nicht mehr unterschnallen!! Mit launigen Worten vollzog Christan danach die Siegerehrung. Wer nicht zu den Siegern zählte konnte beim anschließenden Tanz seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

In Anbetracht des bisher nicht so überragenden Wetters war für den Freitag wieder die Parole ausgegeben worden: Jeder wie er möchte. Aber was war das: Herrlicher Sonnenschein „vom Feinsten“ lockte fast alle auf die Piste. Einige nutzten den herrlichen Tag, um sich beim Eisstock-Schießen noch einen „Glühwein-Pokal“ zu sichern. Ob der großen Kälte schlug Markus nochmals eine Fahrt nach Vorderlanersbach vor. Mit Sonne im Herzen und endlich freier Sicht machten wir uns auf, den letzten Tag zu genießen. Leider endete dieser für Udo (Kürten) bereits sehr früh. Als ihn der Übermut packte wollten seine Ski nicht so wie er und sein Schlüsselbein auch nicht. An dieser Stelle alles Gute und baldige Genesung. Leider zog es sich zum Nachmittag wieder zu und Schneefall setze ein.

nser Busfahrer Norbert traf am Nachmittag pünktlich ein, montierte vorsorglich sofort die Schneeketten - welch weise Voraussicht - so konnten wir am nächsten Morgen beruhigt einsteigen und das immer noch trübe von dichten Schneeflocken beherrschte Hintertux verlassen. Wir kamen allerdings nicht sehr weit! Unten im Zillertal war erst mal Schluss mit Lustig. Für die ersten 90 km haben wir 6 Stunden benötigt. Nach einer 1-stündigen Pause in Ingolstadt ging es ab 18.00 Uhr zügig und ohne Stau bis Sieglar, wo wir um 22.45 Uhr eintrafen. Leicht schwankend (nicht vom Alkohol sondern aufgrund der langen Busfahrt) aber glücklich begrüßten wir unsere Partner und Familien und kamen überein: Es war mal wieder Spitze.

Anita Schug

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