Jubiläumsfahrt nach Hintertux (1. bis 8. Februar 2003)
Bericht 2: Als Fremde unter Freunden
Was hat Segeln mit Skifahren gemeinsam? Paul Banischewski - was sonst!!
Als sich im Spätherbst die Möglichkeit ergab, nicht mehr in den Schulferien Urlaub machen zu müssen, erzählte uns Paul von der Jubiläumsfahrt des Skiclubs Troisdorf nach Hintertux. Nach Kontaktaufnahme mit Anita, die diese Fahrt organisierte, entschlossen wir uns, mitzufahren. Bisher hatten wir zwar schon einige Male auf Skiern gestanden - jedoch war das schon einige Jahre her und noch nie in einer Gruppe. Folglich kamen bei uns Zweifel auf: Wie gut sind die Teilnehmer? Sind sie sauerland- oder alpenerprobt? Können wir mit unserem Können da mithalten? Aber schon der erste Kontakt mit Anita zerstreute alle unsere „Sorgen“. Ihre Devise lautete: „Lasst mal alles auf euch zukommen“.
So ging es dann am Samstag in aller Frühe vom Parkplatz „Edith-Stein-Str.“ los. Als Willkommengruß fanden wir auf den zugeteilten Sitzplätzen ein „Kraftpaket“ vor. Weiterhin sorgte Anita mit Drinks, Kaffee, Informationen und guter Laune für eine Rundumversorgung. Wir fühlten uns von Anfang an gleich wohl. Nach einer angenehmen Fahrt kamen wir nachmittags in Hintertux an. Beim Abendessen bekamen wir schon einen Vorgeschmack auf die vorzügliche und reichhaltige Küche unseres Hotels. Unsere Sorge um Gewichtszunahme war durchaus verständlich, jedoch wollten wir ja dieses durch die Aktivitäten wieder ausgleichen.
Mit Elan ging es dann Sonntag bei herrlichem Sonnenschein aber eisigen Temperaturen auf die Bretter. Einige ganz nach oben auf den Gletscher, andere blieben auf den blauen Abfahrten. Ein Teil fuhr nach Lanersbach die große Runde. Der Rest erkundete die nähere Umgebung. Interessant war der erste Erfahrungsaustausch über die unterschiedlichen Aktivitäten abends in der Sauna auf typisch rheinische Art: Jeder erzählt gleichzeitig.
Montag fand die Einteilung der Skiläufer in zwei Gruppen statt. Dann ging's los auf den Gletscher. Markus, der hauseigene Skibegleiter, reservierte für uns in den Hütten Plätze, was wir als sehr angenehm empfanden, denn wir waren so etwas nicht gewohnt. So reihten sich die Tage des Skifahrens mit mehr oder weniger gutem Wetter aneinander. Obwohl wir eine ziemlich große Gruppe waren, bestand jederzeit die Möglichkeit, die Tage individuell zu gestalten. Es bestand also kein dauernder Gruppenzwang, was wir als sehr angenehm empfanden.
Einer der Höhepunkte war das vom Hotel organisierte Gästeskirennen. Natürlich hatten wir unseren Fanblock, der aus Nichtskifahrern und Verletzten bestand, am Rande der Piste und wurden von diesen lautstark angefeuert, was einige zu Höchstleistungen anspornte.
Abends fand dann die Videoaufzeichnung mit Siegerehrung statt. Der ein oder andere kam zu dem Schluss, dass sich an der Haltung und am Stil „elementares“ verbessern lässt - das heißt für uns: es sind doch wohl noch einige Skiurlaube nötig, um „perfekt“ zu sein.
Während einige den Freitag bei strahlendem Sonnenschein zum ausgiebigen Skifahren nutzten, haben wir (Paul und Uli) die letzte Abfahrt statt auf Skiern mit der Gondel getätigt. Dadurch hatten wir Zeit, eine weitere Wintersportart kennen zu lernen, das Eisstockschießen. Bei strahlendem Sonnenschein mit Glühwein und restlichem Pistenschluck jubelten wir über jeden Sieg. Wer abends noch fit war, konnte nach dem Abendessen zur Livemusik das Tanzbein schwingen. Die ganz Harten hielten noch eine Nachlese an der Theke. Zum Schluss waren wir uns einig: Trotz der Widrigkeiten bei der Rückreise - bedingt durch das Schneechaos - war es eine schöne Reise.
Uli und Christa

