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Frühjahrswanderung am 24. April 2004

Nachdem uns Paul im letzten Jahr die Faszination einer Straußenfarm näher brachte, hatte er sich für dieses Jahr die Papierherstellung vorgenommen. Als „Gladbacher-Jung“ führte er uns nach Bergisch Gladbach in die „Alte Dombach“, einer der ältesten Papiermühlen Deutschlands. Faszination Papier: Alltäglich, vielfältig, Schreibmaterial, Verpackung, Hygiene usw. Im Jahr 105 n. Chr. beschreibt der chinesische Hofbeamte Tsai Lun die Technik des Papiermachens. Chinesische Kriegsgefangene gaben das Geheimnis des Papiermachens weiter. 1390 wurde die erste Papiermühle in Deutschland errichtet. Durch die Erfindung der Buchdruckerkunst 1445 wuchs der Papierbedarf, aber erst 1799 wurde die erste Papiermaschine patentiert. Zuvor wurde Papier von Hand geschöpft. Heute beträgt der Pro Kopf-Verbrauch an Papier und Pappe je Einwohner rund 225 kg.

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Soweit zur Geschichte. Frisch und fröhlich machte sich unsere Gruppe am Samstag auf den Weg Richtung Bergisch Gladbach. Wie schon erwähnt, konnte unser Bergischer Jung uns auf der Fahrt einiges über Land und Leute erzählen, gespickt mit kleinen Anekdoten aus seiner Jugend.

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Zunächst wurde uns die umfangreiche Außenanlage der Alten Dombach erklärt, interessant war hier die Erläuterung der Wasserradfunktion. Es gibt oberläufige und unterläufige Räder. Für die Papierproduktion vor Ort wurde ein oberläufiges Rad eingesetzt.

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Die Führung innerhalb des Museums brachte uns anschaulich die Papierproduktion von ihren Anfängen bis zur heutigen Industrialisierung näher. Höhepunkt war hier sicherlich das Schöpfen des eigenen Papiers per Hand.

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Nach soviel Wissen wurde sich anschließend im Museumskaffee gestärkt. Die Kinder hatten Gelegenheit sich auf dem Freigelände einschließlich großem Spielplatz auszutoben bevor uns Paul durch das Strundetal führte. Hier wanderten wir bis zur Quelle und eine Gedenktafel erinnerte daran, dass es sich um einen der „fleißigsten“ Flüsse handelt, der so manches Rad angetrieben hat.

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Von hieraus ging es mit dem Bus ins Bauernhausmuseum. Hier wurden wir zurückversetzt in eine Zeit, als der Mann im Hause noch das uneingeschränkte Sagen hatte und die Kinder (die unnützen Fresser) in ihren „Köttelkisten“ übernachten mussten. Zu einem Absacker traf man sich an Ende dieses ereignisreichen Tages bei unseren Nachbarn, den Tie Breakers. Danke Paul, es war mal wieder super und wir freuen uns, mit dir im kommenden Jahr ggf. ein Bergwerk zu besichtigen.

Klaus und Anita

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