Skitour vom 15. bis 22. Januar 2005
Mezzana die Zweite
Ein erster Kurzbericht
Mezzana die Zweite hieß es vom 15. bis 22. Januar. Nach 940 km und rund 11 Stunden Fahrt waren alle vor Ort. Val di Sole - Tal der Sonne - im wahrsten Sinne des Wortes. Fünf Tage lang - dann ein kleines Tiefdruckgebiet - verwöhnte sie die Gruppe vor Ort. Das familiengeführte Hotel ließ kaum Wünsche offen. Gewöhnungsbedürftig war allerdings das Saunaverhalten der Italiener (mit Badhose und Badeanzug) - die Verwunderung lag aber auf beiden Seiten! Angenehm war das allgemeine Rauchverbot, dass italienisch „Vietate Fumare“. Herrliche Pisten von der blauen Familienabfahrt, über die rote Allrounder bis hin zur steilen (68 %!!) schwarzen - für Jedermann/-frau war etwas dabei. Fazit: Super Skigebiet! - aber guten Schnee, anspruchsvolle Pisten und die sprichwörtliche Hüttengemütlichkeit gibt es auch schon ab ca. 600 km.
Anita
Der ausführliche Bericht
26 Skiclubler trafen nach einer langen Fahrt (ca. 920 km) wohlbehalten im schönen Hotel Monte Giner ein. Einige besonders Skihungrige waren bereits Freitagabend losgefahren, um noch einen Skitag mehr zu gewinnen. Andere gingen es am Anreisetag ruhiger an, tranken erst mal ein Bierchen an der Bar, drehten ein paar Runden im Hallenbad, entspannten im Whirlpool oder machten einen Saunagang. Marga und Helmut, Dieter und Beatrice, Herwig, Wilfried, Marc, Paul, Klaus, Bettina und Rainer kannten Mezzana bereits vom Vorjahr.
Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe dann erwartungsvoll an der Station und die bereits Marilleva-Kundigen wie z. B. Herwig, Dieter, Klaus und Rainer wurden gebeten, die Führung zu übernehmen. Gleich am ersten Tag testeten wir bei strahlendem Sonnenschein die Pisten von Madonna di Campiglio und erkannten schnell, dass hier Anfänger und erfahrene Skifahrer gleichermaßen auf ihren Geschmack kommen sollten. In kleineren Gruppen erkundeten wir in den nächsten Tagen das riesige Skigebiet von Marilleva, Madonna di Campiglio und Folgarida. Bettina und ich ließen es uns allerdings nicht nehmen, nach schwarzen Pistenabfahrten schon mal eine Pause einzulegen und ein Sonnenbad zu nehmen.
Donnerstag Mittag hatte Herwig eine nette Überraschung für uns. Er hatte in einer gemütlichen Skihütte Tische reserviert und uns alle zum Pizzaessen eingeladen. Wir konnten dem Pizzabäcker beim Zubereiten der Pizzen zusehen und dabei lief uns schon das Wasser im Munde zusammen. Alle waren sich einig: „Herwig, das war eine prima Idee !!!“
Beim Frühstück am letzten Skitag waren viele recht unentschlossen, ob sie die Skier anschnallen sollten oder nicht. Es hatte geschneit und die Berge waren in Nebel eingehüllt. Horst und Heidrun, die noch ein paar Tage länger blieben, entschieden sich spontan für einen Bummel durch Madonna. Günter und Anita lockte es an den Gardasee, wo sie schon ein wenig Frühlingsluft schnuppern konnten. Der Rest ließ sich aber davon nicht abschrecken und beschloss, die Lage am Berg zu testen. Die Sonne bekamen wir zwar nicht zu sehen, aber der Schnee war einfach toll und nur ganz weit oben stürmte es etwas heftiger. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt, und es wurde noch ein wunderschöner Skitag, auch ohne Sonnenschein. Auch nach dem Skifahren hatten wir noch viel Spaß in unserem Hotel, in dem uns die stets freundlichen italienischen Gastgeber viele Wünsche erfüllten. Auf dem Weg vom Skikeller ins Hotel mussten wir zwangsläufig schon einmal an der Bar vorbei, wo dann ein gemütliches „Après Ski“ eingeläutet wurde.
Danach hatten die meisten Verlangen nach der Sauna, ... zu diesem Thema sollte es noch viele aufgeregte Diskussionen geben! Dort bekamen wir einen Einblick in die italienischen „Saunagewohnheiten“. In Badeanzug und Badehose - also vollbekleidet - schwitzten sie auf den Bänken und waren irritiert, als wir nur mit einem Handtuch bewaffnet dazu kamen. Einige von uns gingen weiter wie gewohnt in die Sauna. Andere wiederum fühlten sich in der Situation doch nicht ganz wohl und ertränkten ihren Kummer, auf den Saunagang verzichten zu müssen, mit einem Bier an der Bar.
Abends zeigten die Italiener dann ihr Temperament beim „Karaoke“ oder in der Disco, von dem auch wir uns anstecken ließen. Unermüdlich tanzten sie Formationen, bei denen wir gefesselt zusahen.
Aber auch „Paolo“ kam auf seine Kosten. Auf seinen Wunsch wurde Wiener Walzer gespielt und er wiegte die Damen gekonnt im Dreivierteltakt über die Tanzfläche.
Beim Galadinner im Hotel gab es ein besonderes Highlight. Die Geschäftsführerin Josepina - in ein knallrotes Samtkleid gehüllt - nahm das Mikrofon in die Hand und überraschte uns mit ihrer rauchigen Stimme. Sie sang romantische italienische Lieder, die für eine besondere Atmosphäre sorgten und bei „New York, New York“ haben wir sie dann kräftig unterstützt und einen wunderschönen Abend erlebt.
Das Rauchverbot wurde allgemein als sehr angenehm betrachtet, da die meisten von uns Nichtraucher sind. Die wenigen Raucher, wie Klaus und Rainer, zogen sich öfter mal ins Raucherzimmer zurück. Ob das an der Sucht oder an den knackigen Italienerinnen mit Namen „Josepina“, „Raphaela“ etc. lag, weiß ich allerdings nicht so ganz genau.
Zum Schluss möchte ich mich im Namen aller Skiclubler noch einmal bei Herwig Kandel für die tolle Organisation dieser Reise bedanken. Wir können auf eine super Skiwoche zurückblicken. Es hat zwar auch ein paar Stürze gegeben, die aber glimpflich abgelaufen sind. Und Paul Banischewski und Detlef Slangen möchte ich für den super organisierten Bilderabend im letzten Frühjahr danken, an dem die Bilder der Skitouren 2004 gezeigt wurden. Dabei fiel meine Entscheidung, in 2005 bei beiden Skitouren des Skiclubs mitzufahren, und ich freue mich jetzt schon sehr auf die Familientour nach Matrei.
Brigitte Schell
