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Radtour Lanaken Belgien

24. Juli 2005

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Pleiten hatten wir keine, aber Pech und Pannen reichlich! Dabei fing alles so schön an: Das Treffen auf dem Parkplatz Raststätte Frechen klappte prima. Allerdings bis Peter und Sigried eintrudelten, hatten wir bereits unser zweites Frühstück intus. Im Konvoi ging’s per „Navi“ nach Lanaken, wo auf dem zweiten Parkplatz des Hotels „La Butte aux Bois“ schon der Rest der Truppe wartete.

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Bei schönstem Wetter und bester Laune führte Reinhold uns an der Maas entlang, an einen Nebenarm der Maas und an einige Kanäle. Bei den Kanuten machten wir erst mal eine kleine Pause, die Reinhold zum „Hosenbeine-Stripp“ nutzte (diesmal waren die „Stelzen“ aber schon leicht vorgebräunt), bevor wir durch saubere, blumengeschmückte kleine Orte in Richtung Dilsen-Stokkem radelten. Dabei fielen die kunstvollen Glocken aus Blumen besonders auf. Im Café-Restaurant Molenveld genossen wir biergartenmässig noch das herrlich warme und schöne Wetter. Mit anderen Worten: Hier war die Welt noch in Ordnung.

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Aber dann, Pech! Beim Aufbruch fielen die ersten Tropfen und einige packten schon mal ihre Regencapes aus. Andere begnügten sich mit Anoracks, Hüten und Mützen. Es war 14 Uhr 30 als der Regen heftiger wurde und Anoracks, Hosen und Schuhe dem nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Auf deutsch gesagt, waren wir alle „klatschnass“, was komischerweise aber der guten Laune keinen Abbruch tat. Wieder am Wasser boten die Angler am gegenüber liegenden Ufer einen wirklich witzigen Anblick: immer abwechselnd ein Angler unter einem riesigen bunten Regenschirm, Rute und Reuse im Wasser, dann ein Auto. Und davon gab es mindestens 10 bis 15 nebeneinander. Leider gibt es kein Foto (Reinhold verweigerte!).

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Sie brachte zwar nicht viel, die Rast unter der Brücke, aber eine kleine „Trockenpause“ tat ganz gut. Wir waren noch nicht ganz in den Pedalen, als Reinhold „die erste“ Panne verkündete: „Hinten platt!“ Also, erst mal zurück unter die Brücke! Helga hatte dann für uns Frauen die rettende Idee: „Soll ich mit den Frauen nicht schon mal vorfahren“? Der Vorschlag wurde allgemein begrüßt und in die Tat umgesetzt. Aber wir sollten kein Glück haben, den schon ein paar Kilometer weiter vermissten wir Anne, die von hinten verkündete: „Ich habe hinten auch nen Platten“! „Das darf doch nicht wahr sein, kam es wie aus einem Mund.“ Die Verständigung über Handy klappte irgendwie nicht, und so übernahm Helga noch einmal die Regie: Warte hier auf die Männer; wir anderen fahren dann schon mal in’s Hotel und warten da auf Euch. Soweit so gut - oder auch nicht, denn schon wieder wenige Kilometer weiter kam es ziemlich kleinlaut von hinten: „Ich glaube, ich habe auch einen Platten!“ Diesmal hatte es Sigried getroffen. Was war bloß los? Wieder gab es keine Handy-Verbindung und so kam zum dritten Mal Helgas Vorschlag: „Am besten, Du wartest auch auf die Männer und wir fahren schon mal weiter.“ Und so beteten fünf restliche „kleine Negerlein“, dass nicht noch eine Panne passieren möge. Jetzt machte Helga „richtig Stoff“, denn immerhin hatten wir noch ca. 14 km vor uns und die zogen sich hin wie Kaugummi. Mit den Gedanken bei dem Rest der „Pannentruppe“ genossen wir im Hotel erst mal einen Cappuccino und den vom Haus gespendeten Eierlikör. Total durchnässt, total fertig, aber überhaupt nicht „mutzig“ traf dann etwas über eine Stunde später „das Hauptfeld“ ein. Nach einem guten Essen sah die Welt dann schon wieder recht positiv aus.

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Jetzt kommt der „Clou“: Als Reinhold sein Fahrrad aufladen wollte, war es schon wieder platt!

Einhellige Meinung: Trotz Pech und Pannen keine Pleite! Es war eine richtig schöne Radtour, die wir unbedingt bei beständigerem Wetter noch einmal machen müssen.

Ich bin auf jeden Fall wieder dabei!

Hanny Visang

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