35 Jahre Skiclub Troisdorf-Sieglar – 1973–2008
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Skisafari Oberes Inntal Hotel Ried

18. bis 25. März 2006

Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer

Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer

Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer Teilnehmer

Ääääätsch, all den Zögerlichen, den Wetterpessimisten, den Geiz ist geil Kandidaten, denn diese Skitour war vom Feinsten.

Bild 1 Hin- und Rückreise ohne Stau, Schnee schon ab dem Hunsrück, Hotel noch nie so gut, Skigebiete zum aussuchen, Schnee so weit das Auge reicht und ein Wetter zum Dauerfröhlichsein, aber der Reihe nach.

Samstag, 18. März

Bild 2 Um 6:00 Uhr traf sich an der bekannten Sammelstelle in Sieglar eine kleine aber feine 12er Gruppe. Alle waren pünktlich. Ein mittelgroßer, blauer Bus, gesteuert von Harry, einem besonnenen Fahrer, erwartete uns. Gepäck und Ski waren, dank ausreichendem Kofferraum, schnell verpackt. Der Bus wurde von Udo und Rolf beanstandet, Farbe und Größe erinnerte sie an einen Gefangenentransporter und sie forderten Harry auf, den Bus in Ried umzustreichen. Im Inneren sah es besser aus, konnte doch jeder eine eigene Sitzbank mit reichlichem Fußraum belegen. Bequem sitzend und bei gutem Wetter starteten wir in den Urlaub.

Bild 3 Erste Rast um 8:15 Uhr auf dem Rastplatz Wonnegau West. Zweite Pause um 10:15 Uhr in Sindelfingen. Ohne Stau erreichten wir schon um 15:00 Uhr unser Ziel, das Hotel Riederhof. Ein freundlicher Empfang, Einladung zu Kaffee und Kuchen. So gestärkt ging's los, Hotel besichtigen, Ski und Schuhe in den Skikeller verstauen, anmelden und Zimmer beziehen, auspacken und bis zum Abendessen um 19:00 Uhr Körperpflege, Ruhen oder Sauna. Anita, Paul und der Schreiber brachten ihre Ski zum einzigen Sportgeschäft des Ortes, um Kanten und Belag professionell bearbeiten zu lassen. Anita zahlte für den Service 10,- €, Paul und der Schreiber sollten 20,- € zahlen, hatten diese Ski doch „Karies“, wie der Experte des Sportladens sich ausdrückte. Auf Deutsch, der Belag der Ski hatten einige tiefe Risse und Kratzer. Service des Hauses: die Ski wurden noch am selben Tag gemacht und in unser Hotel gebracht. Paul und der Schreiber bummelten durch Ried, als Paul ein Lokal mit großem Fernseher entdeckte. Es ist Bundesliga-Zeit. Paul war nicht zu halten, wollte er doch unbedingt seinen FC spielen sehen. Hier trafen nun zwei Welten zusammen, der FC-Fan Paul und der vollkommen am Fußball uninteressierte Schreiber. Nur Freibier hat den Schreiber an seiner Seite halten können, doch hätte sich Paul die Kosten und die Zeit sparen können, Hannover - FC 4:1. Jetzt wurde der Nachmittag noch kostspieliger, musste Paul doch seinen Kummer ertränken. Der Schreiber ließ ihn dabei nicht alleine. Bild 4 Zum Abendessen wurde uns der schönste Speiseraum zugewiesen, hell, alles in weiß, vierer Tische, wunderschön eingedeckt. Die Speisefolge des Abends erzeugte beim Schreiber ein Pfützchen auf der Zunge. Mit Recht, wie sich herausstellte. Ein Abendessen, bestehend aus Salat vom Buffet, Vorspeise, Hauptgericht, Dessert. Das alles optisch und geschmacklich hergerichtet, dass es jedem Feinschmeckerlokal zu Ehren gereicht hätte. Nach dem Essen wurden alle Gäste des Hauses in die Bar gebeten, wo sich alle Mitarbeiter persönlich vorstellten. Vom Chef bis zum Lehrling. Einen kleinen Absacker an der Bar und ab ins Bett.

Sonntag, 19. März

Wetter: Sonne, Sonne und nochmals Sonne.

Nach einem guten Frühstück (das Frühstücks-Buffet ließ auch keinen Wunsch unerfüllt) um 8:45 Uhr Ski und Skischuhe einladen, 9:00 Uhr Abfahrt zum Rieder Skigebiet.

Am Morgen große Enttäuschung für Udo und Rolf, hatte Harry den Bus doch nicht neu gestrichen, nun müssen wir wohl die ganze Woche mit dem Gefangenentransporter vorlieb nehmen. Nach 10 Minuten Busfahrt Ziel erreicht: Einstieg Seilbahn Ried. Ein kleines Skigebiet mit recht leichten Abfahrten und sehr, sehr wenig Betrieb. Mittags Treffen vor der Sattelklause, einer schönen Hütte. Natürlich in der Sonne gesessen und Leckereien, wie Bier, Hähnchen, Suppe usw. genossen. Eine Live-Kapelle spielte dazu. (Der Schreiber fragt sich allerdings immer wieder, wer dem Hüttenbetreiber gesagt hat, dass wir Urlauber permanent mit Musik - lauter Musik - bedudelt werden müssen. Dem Schreiber wäre - nach dem gestrigen Fußballspiel - Ruhe am Berg lieber.)

Um 16:00 Uhr erwartete uns Harry mit dem Gefangenentransporter. Alle kamen nicht gesund und zufrieden zum Bus zurück. Anita hatte sich am Knie verletzt. Da der Schreiber nicht dabei war, hat er sich den Hergang des Unfalls schildern lassen, doch waren die Angaben sehr unterschiedlich, sprich, Genaues weiß man nicht. Im Riederhof wurde Suppe und Kuchen gereicht. Kostenlos. Ein Service, der jeden Nachmittag geboten wurde und der einige zu der Speisenkombination Suppe mit Kuchen, oder war es umgekehrt, inspirierte. Die Sonne ließ es zu, dass wir im Garten diesen Service genießen konnten.

Bild 6 Bild 5 Am Abend Galadinner, eine Tischdekoration, ein Essen, dass dem Namen „Galadinner“ alle Ehre machte. Ein Genuss für Augen und Gaumen.

Montag, 20. März

Wetter: Sonne, blauer Himmel.

Beim Frühstück erklang der Ruf: „Harry hol schon mal den Wagen“; eine Aufforderung, die sich der arme Harry noch oft anhören musste. So ist es halt, wenn man zum ausführenden Beruf den passenden Namen hat. Doch Harry trug es mit Fassung, wird für ihn nichts Neues sein. Harry hatten den Wagen um 8:45 Uhr bereit, so dass wir um 9:00 Uhr gegen Serfaus-Fiss starten konnten, unserem heutigen Skigebiet. Doch nicht alle fuhren mit. Anita wollte nach Landeck ins Krankenhaus fahren, denn die Schmerzen waren über Nacht schlimmer geworden und ihr schwante Böses. Der Chef vom Hotel Riederhof, Peter, fuhr sie mit einem Wagen zum Krankenhaus und Silvia, die gute Seele, begleite sie auf diesem schweren Weg.

Der Schreiber kannte das Skigebiet von Fiss und hatte den Auftrag die Gruppe durchs Gelände zu führen. Doch schon nach der ersten Gondelfahrt versagte er kläglich. Hatte er doch nicht den Blasendruck einiger Mädels bemerkt, die sich zur Toilette abgesetzt hatten, nein, er fuhr los und wer da war fuhr mit. Als Mittagstreff, um 12:30 Uhr, war die Schöngampalm-Hütte vereinbart. Als der Schreiber hier eintraf, bekam er von Brigitte eine volle Breitseite, wurde ihm sein Unfähigkeit vor Augen geführt. Besserung ist versprochen.

Bild 7 Von dem Skigebiet Fiss waren alle begeistert, Abfahrten für jeden, von babyrosa bis tiefschwarz.

Die schöne Waldabfahrt, unsere letzte Abfahrt am Abend, endete an einem Bierpilz, an dem schlecht vorbei zu kommen war. Nur die ganz Harten schafften dies. 16:00 Uhr Abfahrt ins Hotel. Hier, im Hotel, das nachmittägliche Ritual. Anita trug ihren Krankenbericht vor. Die Diagnose war besser als gedacht, jedoch absolutes Skifahrverbot. Alle waren erleichtert, dass es keine schlimme Verletzung war. Ein Skifahrverbot für Anita, und das bei diesen Bedingungen, verursachte ihr aber zusätzlichen Schmerz.

Fischessen war für den heutigen Abend angesagt. Wieder eine schöne Tischdekoration, Essen auf das sich jeder freute. Bis 19:00 Uhr sollten alle ihre Plätze eingenommen haben. Am Salatbuffet fand die allabendliche Salattellergestaltung statt. Es ist 19:20 Uhr, Paul, sonst einer der ersten, war noch nicht erschienen. Die Tischgesellschaft machte sich Sorgen. Der Schreiber ging zu Pauls Zimmer um nachzusehen. Das Zimmer war verschlossen, Stille im Raum. Ein leichtes Anklopfen, keine Reaktion, heftigeres Klopfen, kein Lebenszeichen, Steigerung bis zum Donnergrollen, da eine verschlafene Stimme „Was ist los?“ „19:30 Uhr Abendessenszeit!!“ „Ich komme, ich komme“ schallt es aus dem Zimmer. 10 Minuten später war die Mannschaft komplett um ein außerordentliches Essen zu genießen.

Dienstag, 21 März

Wetter: Sonne, blauer Himmel, ein paar kleinere Wolken.

Der Kaunertalgletscher war heute das Ziel der Gruppe. Anita ging ohne Bretter mit auf diese Reise. Zum eingewöhnen fuhren wir über leichte Steigungen enge Kurven zum Gepatsch-Stausee. Als die Mautstation sichtbar wurde, verschwand Anita in die Bustoilette. Sie hatte, da sie nicht mehr Ski fahren konnte, ihren Skipass abgegeben und wollte sich so einer Kontrolle entziehen. Für die Weiterfahrt bestand Skipasspflicht. Als Harry die verdammt enge Straße auf dem Staudamm schon fast gemeistert hatte, kam uns ein Postbus entgegen und da die Strasse für beide Fahrzeuge zu eng war, musste Harry den Sträflingsbus rückwärts bis zum Ende des Staudamms rangieren. Rechts und links Abgrund. Puh - da wird's einem warm im Winter. Doch jetzt wurde es erst richtig gemütlich. Was für eine enge Strasse, links der Abgrund zum kaum gefüllten Stausee, rechts Felswände. Die Vorstellung, dass hier ein Fahrzeug, und sei es noch so klein, entgegenkommt, musste man verdrängen. Nach dem Stausee windet sich die Straße steil in sehr engen Windungen bis auf 2750 Meter zum Endpunkt, einem Parkplatz, hoch.

Die Pisten und das Wetter beruhigten sehr schnell die blank liegenden Nerven. Abfahrten, die uns alle wie Super-Skiläufer aussehen ließen. Oder sind wir das auch? Traumhafter Schnee, keine Buckel, keine Eisplatten, kein Betrieb.

Bild 8 Am Nachmittag kam etwas Nebel auf und Franz erlag demselben. Er bekam seine bekannte Nebelallergie. Ihm wurde kotzübel. 16:00 Uhr, Zeit für die Heimfahrt. Die gleiche Elendsstrecke zurück. Waren wir froh, als wir im Hotel unseren Nachmittags-Snack einnehmen konnten. Gut gefahren Harry!

Beim Abendessen fehlte unser Franz. Er kam an diesem Abend nicht mehr auf die Füße (Nebelsyndrom). Sein Essen wurde ihm von einer sehr netten jungen Bedienung aufs Zimmer gebracht. Der Schreiber grübelt, war dies ein besonders gut vorbereiteter Trick, um diesen Service zu bekommen???

Nach dem Essen war vom Hotel aus Tanz verordnet worden. Der Verordnung wurde Folge geleistet und heftig das Tanzbein geschwungen. Paul und Silvia, nein, Silvia hatte Paul zum Tanz aufgefordert, sie waren die Ersten auf der Tanzfläche und bekamen als Dank für ihren Mut vom Chef ein unbekanntes Getränk spendiert. Die Wirkung hat der Schreiber nicht mehr beobachten können. Für einige wurde es noch ein langer Tanzabend, andere wareneErschöpft und gingen früher zu Bett, wo sie aber auch weiterhin den vollen Musikgenuss erleben durften. So ging wieder ein schöner Tag zu Ende.

Mittwoch, 22. März

Wetter: bedeckter Himmel, hier und da Sonnenschein.

Bild 9 Im Hotel war heute das Tagesthema LIEBE. Die roten Servietten auf dem Frühstückstich waren in Herzform geschnitten, auf dem Flur konnte sich jeder aus einem Korb einen Liebesspruch ziehen, den er umzusetzen hatte. War schwer, da die Gruppe nur ein Vorzeigeehepaar dabei hatte. Die Betten waren zum Thema gemacht.

Tagesbefehl für heute: 8:45 Uhr Abfahrt zum Skigebiet Nauders. Das Grauen der Fahrt zum Kaunertal wurde auf der Strecke nach Nauders getoppt. Einige Fensterplatzsitzer mussten ihren Platz verlassen, da sie den Blick in den Abgrund nicht mehr ertragen konnten. Auch der Schreiber hatte einen Fensterplatz an der Abgrundseite und wollte ein Situationsfoto machen. Leider verwackelt, seine Hände zitterten zu sehr. Da Anita noch immer fußkrank war, trafen wir uns zu Mittag an dem großen Lokal, Endstation Gondel. Über das Skigebiet ist zu berichten, dass hier die Meinungen von „Super toll“ bis „Sch...“ auseinander drifteten. Der Schreiber zählt zu der ersten Gruppe, gab es doch Abfahrten vom höchsten Punkt 2666 Meter bis ins Tal 1400 Meter, ein Höhenunterschied von 1266 Meter. Daraus kann man auch die Länge der Abfahrt erahnen. Beeindruckend war auch die geringe Zahl der Skifahrer. Gut - am Nachmittag war das letzte Stück der Talabfahrt mehr als sonderbar. Wurde der Ski doch bei voller Fahrt, ohne eigenes Dazutun, immer wieder gestoppt und man musste aufpassen nicht vornüber aufs Gesicht zu fallen. Bild 10 Aber wie gesagt, diese Besonderheit trat erst am Nachmittag auf, als wir uns schon so langsam ins Tal zu unserem Bus bewegten.

Um 16:00 Uhr waren alle gesund im Tal angekommen. Harry startete zur Heimreise. Die Passtrasse, die wir gekommen waren, war wegen Lawinenabgang gesperrt. Wie man später erfahren konnte, war dies einigen sehr recht, mussten wir jetzt doch eine neue Route fahren, eine angenehme Route über die Schweiz. Auch auf dieser Strasse war ein Schneebrett heruntergegangen. Die Stelle wurde von der Polizei abgesichert und wir konnten ganz langsam die Gefahrenstelle durchfahren. Nicht auszudenken, wenn diese Straße auch noch gesperrt worden wäre. Wer hätte unser tolles Menü bekommen, wie hätten wir die Nacht im Bus verbracht? Schnell umdenken. Der Schreiber hatte sich heute Abend als Hauptgericht rosa gebratenes Lammnüsschen im Thymian-Knoblauchsaft zu cremiger Polenta und Ratatouille-Gemüse bestellt. Nicht auszudenken, dass sich dies ein anderer zu Gemüte geführt hätte. Urlaub kann so aufregend sein!

Donnerstag, 23. März

Wetter: Etwas bedeckter Himmel, am Nachmittag schlechte Sicht auf den Bergen.

Nach einem guten Frühstück erschallt die Aufforderung „Harry hol schon mal den Wagen, wir fahren nach Fiss-Serfaus“. Heute wollte auch Anita wieder die Bretter anschnallen und einen Fahrversuch wagen. Die Beleuchtung im Skigebiet war gewöhnungsbedürftig. Auf den unteren Skiabfahrten war die Sicht recht gut, doch je höher man kam, umso mieser wurde die Sicht, auch fing es hier und da einmal an zu schneien. Bei diesen Bedingungen trafen Hanny und Brigitte eine kluge Entscheidung und fuhren mit der Sunliner-Gondel nach Serfaus zu einem Stadtbummel. Anita Bild 11 hat nach einigen Abfahrten die Segel gestrichen. Die Mittagspause sollte um 12:30 Uhr im Kölner Haus sein. Ein Teil der Gruppe traf auch pünktlich ein, der andere Teil hatte eine schöne Hütte als Mittagsaufenthalt gewählt. Gut so! Die Wolkendecke hatte sich etwas aufgetan, die Sonne kam durch und es war eine Wohltat auf der Terrasse sitzen zu können. Am Nachmittag wurde die Sicht von Stunde zu Stunde schlechter, doch Dieter, Franz und der Schreiber wollten es noch einmal wissen und sind auf den Lazid in 2351 Meter gefahren. Drei Dödels alleine auf der Piste. Die Sicht war mehr als eigenartig. Sehen konnte man, doch konnte man keinen Unterschied zwischen Himmel und Erde erkennen. Das Gleichgewicht spielte verrückt, man musste sich schon mal in den Schnee setzen um den Unterschied von Himmel und Erde festzulegen. Diese Abfahrt war keine Freude. Wir sollten uns um 15:45 Uhr auf dem Parkplatz an der Waldabfahrt einfinden, wo wir dann von Harry und seinem Sträflingsbus erwartet würden. Da die Sicht immer schlechter wurde, sind einige gegen 15:00 Uhr zu Tal gefahren und mussten im Bierschirm die Zeit bis 15:45 Uhr überbrücken. Als der Schreiber in besagtem Bierschirm eintraf, zelebrierten Udo und Rolf gerade das In-Getränk der Region. Dies wollten sie mir schon vor einigen Tagen zeigen, doch durch Zeitmangel war dies noch nicht geschehen. Jetzt war Zeit und Material vorhanden. Der Schreiber konnte an der Zubereitung und Vernichtung teilnehmen. Man nehme Wassergläser, fülle diese mit ca. 3-4 cm Red Bull, setze eine kleine, geöffnete Flasche Jägermeister hinein. Fertig ist der „Fliegende Hirsch“. Eine Trinkgebrauchsanweisung braucht man nicht. Man nehme das Glas, setze es an den Mund, neige es, der Jägermeister läuft nun aus der Flasche ins Glas, vermischt sich mit dem Red Bull um dann gemischt den Gaumen zu erreichen. Rolf und Udo haben dem Schreiber eine Kostprobe überlassen. Geschmack -etwas süß, nicht übel, vom Feinsten wie Rolf und Udo zu sagen pflegen.

Bild 12 Bild 13

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Natürlich sorgten der fliegende Hirsch und andere edle Getränke für eine aufgelockerte Stimmung unter uns. 15:40 Uhr, die Salontür wird aufgeschlagen, alle schauen zur Tür, nichts zu sehen (wir hatten zu hoch geschaut), aber was zu hören: „Wer um Viertel vor nicht da ist, fährt mit dem Skibus.“ Ende der Durchsage? Tür zu. Was war das?? Ein Drachen oder ein Ungeheuer, eine Ehefrau, wenn ja von wem? Schweigen, Luft holen, beraten. Es bestand die Überlegung, mit dem Rieder Skibus zurück zu fahren, doch das Abendprogramm „Rodeln“ hielt uns davon ab. So sind wir gemeinsam zu unserem Gefangenentransporter getrabt, allerdings mit erhobenem Haupt und nicht, wie Anita glaubte, aus Furcht.

Nach gewohnt tollem Abendessen, das heute schon um 18:15 Uhr eingenommen wurde, fuhr Harry all die, die sich für den Hütten-Rodelabend angemeldet hatten, zur Seilbahn Ried. Hier im Sportgeschäft erhielten die Rodler gegen eine Gebühr von 4,- € einen guten stabilen Schlitten. So ausgerüstet fuhren wir mit der Gondel und dann weiter mit dem Sessellift zur Sattelklause, einer uns bekannte Hütte. Einige Rodler, dabei war auch der Schreiber, wollten vor dem Hüttenbesuch erst einmal die Rodelstrecke testen. Kein schlechter Gedanke, wie sich herausstellte. Die Bahn war in einem Top-Zustand, toller Schnee, Bahn beleuchtet, lange, steile Abfahrt. Es empfahl sich bei der gesamten Abfahrt kräftig zu bremsen, ansonsten wäre man bei der ersten Spitzkehre aus der Kurve getrieben und zwischen den Bäumen gelandet. Die Rodelbahn endete auf der Skipiste. Hier waren sinniger Weise Fangnetze angebracht, die aber von einigen (natürlich keiner von unseren) Rodlern ignoriert wurden. Die Abfahrt, ein Riesenspaß. Viele werden an ihre Kindheit erinnert. Die Rodlererfahrungen wurden den anderen mitgeteilt. In der Hütte war zünftige Livemusik, wir alle schwangen flott und ausgiebig das Tanzbein. Rasend schnell verging die Zeit. 22:00 Uhr, fertig machen zur Abfahrt. Eine tolle Stimmung, wunderschöne Winterlandschaft, angestrahlt von vielen Lampen und Strahlern, wir in guter Stimmung und ab mit den Schlitten in die Tiefe. Überall Geschrei, Gelächter, Gejuchze, hier und da auch einmal ein Fluchen, wenn man in der Bande gelandet war, die Kurve nicht bekommen hatte oder, ganz arg, überholt wurde. Bild 16 Bild 17

Was für ein Urlaubstag Vom Feinsten!

Freitag,24. März

Wetter: Warm, bedeckter Himmel, schlechte Sicht.

Auf dem am Anfang der Woche herausgegeben Wochenfahrplan war für heute Fiss-Serfaus angegeben, doch am Donnerstag müssen dem Schreiber entgangene Einzelgespräche geführt worden sein, denn beim Frühstück wurde ein Abstimmungszettel vorgelegt. Option: Skigebiet Fiss oder Reschenpass. Die Mehrheit war für Fiss. Um 8:45 Uhr starteten wir mit dem Bus Richtung Fiss, als mitgeteilt wurde, dass die, die für Fiss gestimmt hatten, dort abgeladen werden und der Bus mit dem Rest der Mannschaft weiter zum Reschenpass fahre. Die Fiss-Mannschaft habe bitte abends mit dem Rieder Skibus zurück zu fahren. Heidrun, Horst, Udo, Rolf, Paul und Detlef ließen sich an der Waldabfahrt Fiss ausladen. Da der Schreiber ein Mitglied der Fiss-Gruppe war, kann er natürlich nur hiervon live berichten. Die Sicht war wirklich nicht vom Feinsten, daher wurde erst einmal die Waldabfahrt bevorzugt. Nachdem die Beine locker, die Sicht auch besser geworden war, drehte die Gruppe Richtung Serfaus ab. Nach einigen Abfahrten, die Sicht war wieder etwas schlechter geworden, Einkehrschwung in die Schalber-Alm, eine neue Hütte, aufgebaut aus einer abgetragenen Hütte aus dem Salzburger Land. Eine Hütte zum sitzen bleiben. Die Mittagspause wurde etwas verlängert. War's hier doch saugemütlich und die Sicht draußen nicht besser geworden. Nachdem die Bedienung schon ungeduldig um unseren nicht mehr zu weiterem Verzehr geneigten Tisch schlawinerte, haben wir uns schweren Herzens aufgemacht, noch einige Abfahrten zu nehmen. Nach der ersten Abfahrt schrumpfte die Mannschaft auf Udo, Rolf und Detlef. Der Rest der Fraktion nahm den kürzesten Weg in Fall-Linie zum Bierpilz an der Waldabfahrt, auch Haltestelle für den Rieder Skibus. U.R.D wollten es noch einmal wissen und lifteten zum Lazid auf 2351 Meter hoch. Die Sicht war nicht berauschend, man wurde berauscht. Nach dieser Abfahrt trat auch diese Gruppe den Heimweg zum Bierpilz an, um hier, wieder vereint, einen zur Brust zu nehmen. Mit dem Bus um 15:15 Uhr fuhr die Truppe zum Hotel.

Dem Schreiber wurde am Abend folgendes erzählt: Nach dem die Gruppe Fiss ausgeladen war, fuhr der Rest zum Skigebiet Reschenpass, hier wollten Silvia und Dieter das Gebiet erkunden. Harry fuhr die Mädels Anita, Brigitte und Hanny sowie den Bodyguard Franz zur Shoppingtour nach Meran.

Als der Bus weiter gefahren war, stellten Silvia und Dieter fest, dass der Skipass nicht für dieses Gebiet gültig war. Sie berichteten, dass sie mit einem Skibus in das uns schon bekannte Skigebiet Nauders gefahren seien. Das Wetter sei hier fantastisch gewesen und auch sei überall eine gute Sicht gewesen, so dass alle Abfahrten gut zu nehmen waren. Über Handy hatte Dieter Anita die Standortveränderung mitgeteilt, damit sie am Nachmittag in Nauders und nicht am Reschenpass abgeholt werden. Gut gelöst Dieter!

Dem Schreiber wurden die Ausgaben der Einkäufe verheimlicht, doch wundert euch nicht, wenn die oben genannten Mädels aktueller gekleidet in den Frühling starten als alle Anderen. Wie Harry die Zeit in Meran verbrachte, ist dem Schreiber nicht bekannt.

Samstag, 25. März

Wetter: Saumäßig, warm, bedeckt, Regen.

Das richtige Wetter um ohne Trauer nach Hause zu fahren.

7:30 Uhr Frühstück.

8:15 Uhr Gepäck verladen.

8:30 Uhr Abreise.

Wieder einmal haben sich alle an die Zeitangaben gehalten, so dass Harry pünktlich starten konnte. Auf der Autobahn plötzlich Stau, Harry reagierte blitzschnell und fuhr die am Stauende liegende Ausfahrt raus, umfuhr elegant die gesamte Schlange, um dann staufrei bis nach Sieglar zu fahren. Gut gemacht Harry! Auf der Strecke wurden die vorschriftsmäßigen Pausen eingelegt und in ruhiger Fahrt erreichten wir um 17:30 Uhr unser Ziel Parkplatz Gesamtschule Sieglar. Hier wurden die meisten von Verwandten und Bekannten erwartet. Ein herzliches Abschied nehmen, von jedem Einzelnen der Reisegruppe, und dann ging jeder seines Weges.

Ein toller Winterurlaub war zu Ende. Nochmals Ääääätsch all denen, die hätten dabei sein können, ihr habt sehr, sehr schöne Urlaubstage verpasst.

Der Schreiber

Bild 18

Detlef

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