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Kanutour am 23. Juli 2006

Erstmals organisierte unser „Tausendsassa“ Paul (Banischewski) zusammen mit dem ebenfalls „Wassersport erfahrenen“ Wolfgang (Zeidler) eine Kanutour auf der Lahn. Eine bunt zusammengemischte Gruppe – nicht die „üblichen“ Verdächtigen – traf sich zur frühen Stunde am Clubhaus oder fuhr direkt zum Ausgangspunkt nach Löhndorf. Hier übernahmen wir, nach einer kurzen Einweisung die 2er, 3er und 4er Boote sowie unser Schlachtschiff, ein 10er Boot.

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Die „Erstbesteigung“ war eine heikle Angelegenheit. Gott sei Dank blieben alle trocken. Erste Paddelversuche wurden unternommen und schon hieß es: ab in die erste Schleuse. Selbst ist der Paddler, hieß es hier. Frank (Kropp) nutzte die Pause, um noch schnell Getränke zu bunkern und schon ging es ganz gemütlich die Lahn herunter. Gemütlich schon deswegen, weil die Lahn über kaum eigene Strömung verfügt und das Fortkommen an der Muskelkraft sowie am Geschick der Besatzung gemessen wurde. Etwas ungeschickt, obwohl unser Topskipper Paul mit im Boot saß, verhielt sich unser 10er Boot. Vom linken zum rechten und vom rechten zum linken Ufer steuerte das Boot, so dass die Besatzung am Ende des Tages wohl die doppelte Strecke in den Armen hatte.

Bild 3

Apropos Ufer: Unzählige blühende Wasser-Anemonen, Gräser, unbekannte und bekannte Tiere, Natur pur wechselten mit Camping- und Badeplätzen. Die Ruhe war – trotz der relativen körperlichen Anstrengung – einfach ein Genuss. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Gewichtsverteilung – oder aufgrund mangelnder Kraft in meinen Armen – bildete unser Boot meistens das Schlusslicht. Hier packte Günter der männliche Ehrgeiz und er paddelte mit beiden Paddeln alleine. So konnte ich persönlich die Natur und ein kühles Radler (Sponsoring bei Frank) doppelt genießen.

Bild 4

Etwas gruselig wurde es im dunklen Lahntunnel, an dessen Ende eine Doppelschleuse darauf wartete, bedient zu werden. Alle Boote warteten, aber nichts geschah, bis Frank und zwei uns unbekannte Paddler die Initiative ergriffen und die Doppelschleuse bedienten. Geschafft – oder auch nicht. Denn die große Herausforderung wartet am letzten Hindernis. Hier mussten die Boote um das Wehr getragen werden. Gott sei dank war auch hier Frank nicht allzu weit und half uns.

Am Ende der Tour freuten wir uns in Fürfurt alle auf ein köstliches kühles Bier und eine leckere Stärkung – aber was war das??? Der Biergarten lag direkt gegenüber eines Bauernhofes und Millionen von Fliegen umlagerten uns. Fliegenpatschen wurden schon freiwillig von den Wirtsleuten verteilt. Hier hielten wir es nicht lange auf und so endete der super Tag etwas früher als geplant.

Bild 5

Nachzutragen wäre noch, dass das Wetter – nach anfänglichem Frühnebel – super mitgespielt hat. Sollte es eine Wiederholung geben, wünsche ich mir persönlich einen Fluss mit etwas Strömung und mehr Zeit auf dem Wasser - z.B. zum Bau einer Bootsburg an einer romantischen Stelle oder auch ein kleines Picknick am Lande. Denn gerade die Nähe zur Natur, die Ruhe und Beschaulichkeit des Flusswanderns macht die Faszination aus.

Anita Schug

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