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Gastbeitrag zur Kanutor am 23. Juli 2006

Kanu ahoi, lieber Leser, Kanu ahoi, liebe Leserin!

15 km Paddeln – ohne vorher Muckies antrainiert zu haben? Für uns doch kein Problem! Wir, das sind Tobias (10 Jahre) und Jacqueline (13 Jahre), waren zwar nur Gäste, aber wir schreiben trotzdem mit Freude einen kleinen Logbuch-Eintrag.

Nach längerem Umherirren fanden wir einen Anlegeplatz für unser Auto und warteten auf den Rest der Mannschaft. Als die Mannschaft versammelt war, zogen wir gemeinsam zum „Hafen“ (manche, die Angst vor der Seekrankheit hatten, mit bleichen Gesichtern, andere, wie wir, voller Übermut). Doch oh Schreck, am Hafen (Anlegeplatz) warteten keine Kanus auf uns, vielmehr mussten sie per Handy geordert werden. Der Verleih dachte, wie uns der junge Mann erklärte, dass wir uns – wie so viele vor uns schon – verspäten würden.

Nichts desto trotz stiegen wir nach kurzer Einweisung unsicher in die Boote („Setz dich schnell hin, sonst kentert das Kanu“) und machten die Lahn unsicher. Das Kanufahren bedurfte einiger Übung, denn egal, ob man in einem 2er, 3er, 4er oder 10er Kanu saß, die Kentergefahr war groß. Außerdem wollte das Kanu partout nicht in die Richtung fahren wie wir und die Ufervegetation hatte manchmal zu leiden.

Nachdem wir uns ein paar Runden „eingepaddelt“ hatten, kam die erste Herausforderung. Eine Schleuse!!! Zwei Mutige bedienten die Schleuse und wir überstanden sie gut, ebenso wie einen Schiffstunnel und zwei weitere Schleusen. Bei der vierten Schleuse wurden unsere Kräfte auf die Probe gestellt. Sie war defekt und wir mussten die Kanus aus dem Wasser heben, sie über Land tragen und sie schließlich wieder ins Wasser lassen. Endlich kamen wir nach 15 km etwas nass, verschwitzt, mit schmerzenden Armen (das gilt nur für die untrainierten Erwachsenen) aber dennoch glücklich und ausgehungert am Biergarten „Paradieso“ an. Zum Mittagessen gab es Pommes mit Fliegen und Ketchup. Außerdem bekam man gratis zum Menü noch eine Fliegenklatsche (die Fliegen wollten eben auch mal was anderes als den Misthaufen vom Bauern nebenan).

Nach dem sonst aber leckeren Essen im Biergarten fuhren wir mit dem Zug die 15 km zurück zum Parkplatz und dann – etwas geschafft, aber gut trainiert für die Schule – nach Hause zurück. Danke für die tolle Tour!! Wir machen gerne wieder mit.

Tobias & Jacqueline

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