Radtour Wörthsee
6. bis 11. Mai 2007
Es begann mit einem feucht-fröhlichen Wiedersehen beim „Sepperl“ in Meiling. Es folgten ein super gutes Abendessen und ein langer gemütlicher Abend mit viel Spaß!
Bange wurde am nächsten Morgen das Wetter begutachtet, aber für durchaus brauchbar zum Radfahren um den Starnberger See befunden. Helga: „Ich verspreche Euch, es gibt heute keine Berge zu fahren“ (und sie sagt so was ohne rot zu werden!). Und was war? Gleich zu Anfang nahm der erste Berg fast kein Ende! Nass geschwitzt, aber stolz freuten sich nun alle auf die ebenso lange Abfahrt an den See. Mit Wolken, Sturmböen, aber auch mit etwas Sonnenschein ging’s jetzt am Ufer entlang auf einen Tee, einen Kakao o.ä. zum urgemütlichen „Landhaus Huber am See“ und weiter, voll motiviert, zum Mittagessen in’s „fürnehme“ „Hotel Marina“ in Bernried. Hier wurden wir allerdings vom Regen überrascht, was Helga, Reinhold, Anne, Agnes und ich zum Anlass nahmen, einmal die wunderschöne Landschaft vom Schiff aus zu bewundern, während „das Jungvolk“ Renate, Engelbert, Lilo und Arno und auch unser stets energiegeladener Hans per Rad das Ziel erreichten. „Sepp“ hat Ruhetag, darum ab ins „Augustiner“ am Wörthsee. Das war allerdings mehr oder weniger ein „Reinfall“. Einerseits total lustig durch die Krankenschwestern außer Rand und Band auf ihrem „Betriebsausflug“, andererseits essensmäßig ziemlich enttäuschend (das Lokal wurde von unserer Einkehrroute gestrichen)!
Der Dienstag begann dann wettermäßig „radfahruntauglich“! Von Helga beschlossen und verkündet: „Wir laufen rauf nach „Kloster Andechs“!“ (ein bisschen viel Gänsefüßchen, oder?). Zugegeben, der orkanartige Wind auf dem Weg zur S-Bahn machte uns ganz schön zu schaffen, aber die Wanderung durch das Kiental zum Kloster begeisterte alle (Agnes, Deine künstlerische Einlage à la Trude Herr war Spitze!). Kloster Andechs ist immer wieder ein Erlebnis: Voll, laut, teuer, aber unschlagbar gesellig. Nach Fleischkäse, Sauerkraut u.ä. gab’s von Arno drei riesige, super leckere „Auszogne“! Diesmal haben wir es sogar geschafft, die prunkvolle Kapelle zu besichtigen. Und wer dachte, jetzt geht es mit dem Bus zurück zur S-Bahn (wie von Helga mal angedacht), hatte Pech, denn es ging zu Fuß weiter nach Frieding. Es wurde ein bisschen gestöhnt hier und gestöhnt da, aber die unvergleichlich schöne Landschaft, das Kloster aus der Ferne und der Blick auf die schneebedeckten Alpen waren auf jeden Fall die Anstrengung wert. Und dann war da ja auch noch der urige Landgasthof „zum Queri“ und die super Überraschung: Helgas und Reinholds Hochzeitstag! Das war natürlich ein Grund zum Feiern. Danke Euch beiden für die überaus großzügige Einladung und die bequeme Heimfahrt im Taxi!
Der Mittwoch war wettermäßig „nicht zu genießen!“ Beim Frühstück wurde lange diskutiert und geplant und schließlich beschlossen, einen Wellnesstag in der neueröffneten Super-Therme in Freising einzulegen. Den Erzählungen nach muss es einfach traumhaft gewesen sein. Ich kann da leider nicht mitreden, denn ich musste unbedingt noch einmal nach Starnberg, denn da lag „der Hut meines Lebens“ in irgendeinem Schaufenster (und ich habe ihn bekommen!).
Donnerstag: Ein bisschen windig, aber strahlender Sonnenschein! Also nichts wie rauf auf die Räder und ab zum Ammersee! Diesmal wurden wir bergmäßig verschont und durften - abgesehen von kleineren Hügeln - immer am See entlang radeln. Die kurze Pause am See nutze Hans, allen ein Eis zu spendieren und schon ging’s weiter in Richtung Fischen. Man könnte sagen, unterwegs hätten wir uns „verfranst“, aber man könnte auch sagen, Helga und Reinhold hätten eine neue Route gesucht! Zuerst ein Asphaltweg, dann ein Feldweg, schließlich noch zwei Spuren im Gras, und dann standen wir plötzlich „im Nichts“, wo Fuchs und Hase sich „gute Nacht“ sagen. Und im wahrsten Sinne des Wortes balgten sich hier drei winzige super süße Fuchsjunge. Einer blieb sogar wie zum „Foto-Shooting“ vor Reinhold sitzen, aber der war leider handymäßig verhindert. Schade! Wie immer fand Helga eins, zwei, drei einen neuen Weg und so kamen wir zwar kraftlos aber glücklich im „Aidenried“ in Fischen an und konnten bei Weißwurst, Brezeln und Bier die herrliche Sonne genießen. Mit inzwischen ziemlich müden Beinen ging’s am See entlang nach Herrsching, wo natürlich erst mal ein dicker Eisbecher (von wegen der Abkühlung) fällig war und weiter an den Pilsensee. Dazu fällt mir ein: Villen - prunkvoll, prunkvoller, am prunkvollsten! Aber neidlos radelten wir auf dem super neuen Radweg Richtung Meiling entgegen, wo beim „Aprés-Radeln“ – kaputt aber glücklich – die Tour von allen noch einmal in den höchsten Tönen gelobt wurde. Verständlicherweise waren dann alle ein bisschen früher im Bett.
Gerne hätte ich am Freitag nach dem Frühstück noch die übliche „Abschiedsknutscherei“ genossen, aber entweder haben alle schlecht geschlafen oder es hat sie ein unwiderstehliches Heimweh gepackt, denn sie waren alle fort!
Liebe Helga, lieber Reinhold, auch zum dritten Mal war Meiling wieder ein rundum gelungenes Radtour-Erlebnis. Danke!
Eure
Hanny Visang
