Segeltörn Elba / Korsika / Sardinien
5. bis 18. Juli 2009
Segeltörn! Was einem bei diesem Begriff alles einfallen könnte, erleben wir zu fünft: Strahlende Sonne, bewegtes, in allen Blau- und Grüntönen schimmerndes Meer, blaue Buchten, die zum Ankern, Baden und Genießen einladen. Malerische südländische Hafenstädtchen, die sich in klippenreiche Felsenküsten einschmiegen und oft von bunten Bouganvilien – oder Oleanderpromenaden gesäumt sind. Häufig verlieren sich diese in verschiedenen Terrakottatönen leuchtenden Orte nach oben in eine grüne sanfte Gebirgslandschaft. Hinter den grünen Anhöhen mit Esskastanienwäldern, mediterranem üppigem Buschwerk wie Erika- oder Myrtenbüschen erhebt sich ein über 2000 m hohes Gebirge. Auf ganz wenigen Flecken können wir noch Schnee entdecken. Dieses Gebirge nennt man auch die Korsischen Dolomiten. Jetzt weiß jeder, dass wir auf dem Tyrrhenischen Meer segeln.
Unser Törn beginnt in Portoferraio/Elba. Die Korsika vorgelagerte Insel Capraia ist so traumhaft mit ihrer Bucht und den alten Häusern, dass wir dort zuerst anlegen. Der Starkwind am nächsten Morgen lässt kein Boot seinen Liegeplatz verlassen. Also wandern wir auf alten Maultierpfaden über ein felsiges Joch Richtung Norden zum Torre delle Barbici. Dieser Turm an der Nordwestspitze – auch Teja-Spitze genannt – sollte einen Ausblick ermöglichen und die Capraieser vor Angriffen der Piraten bewahren.
Am nächsten Morgen Leinen los und zur Ostküste Korsikas. Unsere Anlegehäfen – teilweise mitten im Ort – sind Macinaggio, Porto de Taverna, Porto Vecchio. Über die berühmte Straße von Bonifacio führt uns der Törn bei herrlichstem Segelwetter durch den wunderschönen Archipel zum südlichsten Punkt, der Sardinischen Insel Maddalena.
Wiederum gen Norden geht es zurück an Korsika entlang über Solenzaro, Bastia nach Elba. Besonders willkommen fühlen wir uns in Solenzaro. Kirmestreiben und abschließendes Feuerwerk erwarten uns am Abend. Vielleicht hat dieses Spektakel nicht nur mit uns sondern mit dem Datum 14. Juli zu tun?
Das eigentliche große Erlebnis in dieser Landschaft sind jedoch die vielen Wasserfälle, die an Felsen herunter in einmalig von Büschen und Bäumen umrandete natürliche Badebecken münden. Es ist ein unbeschreiblicher Genuss, in so klarem Wasser in dieser Natur zu schwimmen.
Auf unserem Törn fehlt es an nichts: Wandern, Schwimmen, leckere einheimische Gerichte und viel Segeln. Wir segeln! Der Wind ist uns so hold, dass wir mit anständiger Krängung gleiten oder gegen die Wellen ankämpfen.
Wieder ein toller Segeltörn des Skiclubs!
Beatrice Maroldt von Detten
