Herbstevent Drachenfels
Herbstwandertag 7. November 2010
Graue Nebelschwaden umkreisten den Drachenfels. Die richtige Kulisse um dieses schaurig schöne Gebiet zu erkunden.
Von Königswinter aus ging es zunächst über den Eselsweg steil hinauf Richtung Drachenschloss. Bei einer ausgiebigen Führung wurden wir in die Geschichte des Hauses und seiner vielfältigen Vorbesitzer eingeweiht. 1882 von Stephan Sarter als Prestigeobjekt gebaut, übernahm 1902 sein Neffe Jakobi Biesenbach den Prachtbau im Historistischen Stil. 1910 verkaufte dieser an Egbert von Simon, der ein kleines Disneyland daraus machte. 1921 ersteigerte Hermann Flohr das Schloss und richtete hier ein Genesungswerk ein. In den 1930er Jahren war es ein christliches Internat, in den 1940er Jahren dann eine NS Eliteschule. Diesem Umstand hatte das Haus zu verdanken, dass es von den Amerikanern stark zerstört wurde. Das Schloss wurde notdürftig in Stand gesetzt und fand 1947 in der Reichsbahn einen neuen Besitzer. Danach folgte die große Ära von Paul Spinat. Nach dessen Tod 1989 fiel das Schloss an das Land NRW und wurde zum Denkmal erklärt. Aber erst ab 1995 wurde das Schloss und seine Außenanlangen umfangreich in Stand gesetzt. Die Arbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen. Dennoch lohnt sich ein Besuch. Zumal die repräsentativen Räumlichkeiten heute für Konzerte und Ausstellungen genutzt werden. Auch hat die Stadt Königswinter hier ein Trauzimmer eingerichtet.
Nach soviel Geschichte musste erst einmal eine Stärkung her. Im Winzerhäuschen wurden diese Bedürfnisse aufs Beste gestillt. Gut gestärkt folgte die Besichtigung mit Führung der Nibelungenhalle und des angrenzenden Reptilienzoos (nichts für schwache Nerven). Dennoch hatte die Gruppe - nach Schlangen, Spinnen und Kaimanen noch Appetit auf Kaffee und Kuchen, bevor es dann wieder Richtung Troisdorf ging.

