Skiopening nach Ischgl
Um 6 Uhr in der Frühe ging es am 4. Dezember dann endlich Richtung Alpen. Nach einigen Pausen war die Gruppe rechtzeitig zur Happy Hour in Ischgl und das erste Weizenbier zischte in der Kehle. Schnell musste ein zweites her, denn viele der Superpisten waren gesperrt, u.a. auch die Talabfahrt, die direkt bis in den Skikeller geführt hätte. Der Blues setzte ein.
Don’t worry, by happy.
Der erste Tag begann mit bewölktem Himmel, aber guter Sicht. Diese gute Sicht setzte sich an der Pistentafel der Talstation fort: Die meisten Pisten, einschließlich der Talabfahrt, waren geöffnet. Skifahrer-Herz was willst du mehr. Trotz der Super-Pistenverhältnisse konnten wir nur einen Teil des umfangreichen Gebietes erkunden. Umso größer war unsere Freude, als wir unsere beiden Nachzügler sahen und begrüßen konnten. Sofort wurde das Wiedersehen zünftig in der Trofana Alm gefeiert.
5. Dezember, der Tag vor Nikolaus und nur noch 19 Tage bis Weihnachten. Das hieß für uns: Ab nach Samnaun und zollfrei einkaufen. Dies taten wir nach einer wundervollen Abfahrt ausgiebig in der Schmuggleralm. Mit gefüllten Rucksäcken – Gott sei dank kein Zöllner in Sicht – ging es zurück nach Ischgl und zur Paznauer Taja. Die richtige Stimmung wollte hier nicht aufkommen, so fuhren wir zurück zum Hotel und testeten die neue Saunaanlage. Unsere Nachzügler ließen es ruhig angehen und erkundeten erst einmal Ischgl und fanden neben unserem Hotel ein tolles Restaurant. Da das Preis-/Leistungsverhältnis stimmte, gönnten wir uns hier fast täglich ein leckeres 3-Gang-Menü.
Traditionell findet am Abend vor Nikolaus in Ischgl der Krampuslauf statt. Furchterregende Gestalten umkreisten, begleitet von mystischer Musik, den Marktplatz. Manch einer fühlte sich der Hölle ein Stück näher, zumal sich die Krampusse unters Volk mischten und den jungen Mädels nachstiegen. Eine gruselige, aber auch amüsante Show.
Der dritte Tag begann mit Sonnenschein. Wir teilten die Gruppe nach Fahrstärke und konnten so – jeder nach seinem Können – die traumhaften Pisten und die hervorragenden Pistenverhältnisse mit imposanter Fernsicht genießen. Mittags trafen wir uns immer in einer der zahllosen Hütten.
Unser Abendessen nahmen wir an diesem Abend in einem Museums-Restaurant in Mathon ein. Der Inside-Tipp kam von Michael und Simone. Gott sei dank hatte sie in weiser Voraussicht einen Tisch bestellt. Die reichhaltige Speisekarte lockte so manchen Gast an und die wenigen Tische waren schnell belegt. Nach einem Absacker ging es per Taxi zurück zum Hotel und wieder war ein wundervoller Tag zu Ende.
Insgesamt war es eine tolle Woche mit viel Spaß, Aprés Ski mit kölschen Tön und guter Laune. Die Rückfahrt verlief ohne Probleme und so freuen wir uns schon auf das nächste Jahr, denn hier möchten wir wieder hin.
Hans Herzog / Anita Schug

