35 Jahre Skiclub Troisdorf-Sieglar – 1973–2008
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Skiausrüstung

Vor dem neuen Skiwinter...

... stellt sich bei dem Einen oder Anderen wieder die Frage die Ausrüstung zu erneuern. Erschlagen von den vielen Tipps und Trendempfehlungen sieht der Laie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Nachfolgend möchten wir euch über einige Irrtümer aufklären.

Brauchen Frauen einen ganz anderen Ski als Männer?

Sagt die Industrie! Lady-Ski sehen zugegebenermaßen schick aus, wiegen in der Regel weniger und sind damit leichter zu schleppen - aber sonst gibt es eigentlich keinen Grund, warum das „schwache Geschlecht“ unbedingt einen anderen Ski benötigt als die Herren. Leichtgängig soll er sein, der Lady-Ski. Aber ein guter Ski aus der „Genuss-Abteilung“ oder ein Allrounder tun es mindestens genau so gut.

Je kürzer der Ski, desto leichter komm ich doch den Berg runter!

Ist erst einmal gar nicht so verkehrt. Natürlich drehen kurze Ski etwas leichter als längere. Deshalb werden im Anfängerunterricht auch Kurzski eingesetzt. Spätestens aber wenn es schneller dahingeht oder das Gelände schwieriger und ruppiger wird, dann überwiegen die Nachteile bei einem kurzen Ski. Die Oberschenkelmuskulatur muss deutlich mehr arbeiten und verlorene Führungsqualitäten ausgleichen. Vom Fahrkomfort ist dann nicht mehr viel zu spüren.

Für so einen langen Ski bin ich doch viel zu klein!

Hört man immer wieder. Deshalb in aller Deutlichkeit: Die Körpergröße spielt bei der Auswahl der Skilänge eine Nebenrollen! Entscheidend ist vielmehr die gefahrene Geschwindigkeit und das Anwendungsprofil! Der Ski ändert seine serienmäßig eingebauten Fahreigenschaften nun mal nicht. Egal wie groß oder wie klein der Fahrer oder die Fahrerin ist.

Für einen guten Skifahrer wie mich ist ein Rennski das einzig Wahre!

Keine Frage, ein reinrassiger Racecarver kann richtig Spaß machen. Die supersportlichen Latten kosten auch ganz schön Kraft. Wer da nicht die nötige Kondition mitbringt, muss sich nicht wundern, wenn er am Nachmittag - trotz seiner brillanten Fahrtechnik - durch die Gegend eiert. Warum also nicht einfach mal eine Stufe tiefer einsteigen. Allrounder haben beispielsweise im Gelände oder in der Buckelpiste klare Vorteile. U.U. wird damit aus einem guten sogar ein richtig guter Skifahrer.

Auf jeden Fall sollte ein Neukauf gut überlegt werden und die Erfahrungen von kompetenten Fachkräften zu Rate gezogen werden. Doch Achtung: Die meisten Skihersteller bieten heute nur noch sogenannte Komplettpakte an, d.h. Ski und Bindung von einem Hersteller. Die Zeiten, in denen man seine „alte“ Bindung immer wieder auf neue Skier montieren konnte sind ein für alle Mal vorbei. Ich sage: Gott sein dank, denn gerade alte Bindungen verursachen so manche Verletzung. Wer dann immer noch unsicher ist, der kann in jedem guten Skiort die neuen Ski in allen Längen und Ausführungen zu humanen Preisen testen.

Quelle: DSV Aktiv

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