skiclub troisdorf-sieglar ev
TrainingSkiTennis
XML/RSS

 

Familien-Skitour Ostern 2017: Skifahren am Speikboden

In der Woche vor Ostern war es wieder soweit. Schnell noch einen Blick auf das Wetter der Region unter www.bergfex.it/speikboden-tauferer-ahrntal. Puh, das soll in diesem Jahr sehr, sehr warm werden. Also nur die „Sommerskiklamotten“ in den Koffer - und ab geht die Luzi.

Die Tour führt für die meisten via Frankfurt/Main; Würzburg, Ulm, vorbei an der Zugspitze über Flexen-Pass, Reutte, Innsbruck und Brenner - Richtung Bozen zum Speikboden / St. Johann.

Foto 2

Das Hotel Auren war, wie bereits im Vorjahr, das Ziel der skibegeisterten Familien des Skiclubs. In diesem Jahr waren es 60 Teilnehmer. Peter Schoog hatte zusammen mit Roman und Petra das Haus wieder klar gemacht. Großes Lob dafür, denn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir hatten das Hotel exklusiv, ausreichend große, saubere Familienzimmer und für Essen und Getränke wurde ebenfalls gesorgt. Skiverleih beim Eduard und Wärmeboxen an der Talstation – alles bestens vorbereitet.

Schon beim Vorbeifahren an der Talstation der Speikboden-Gondel wurde klar – KEIN SCHNEE. Zumindest hier unten auf knapp 1.000 m – ALLES GRÜN. Gut, wir sind ja flexibel – also mehr Hütte als Skifahren. Auch OK.

Foto 3

Überraschung - auf 2.000 m Mittelstation bis hoch sah es noch ganz gut aus. Ausreichend Schnee für unsere Skiwoche. Alles gut. Kinder in die Skigruppen und -kurse anmelden, abgeben und schon kann das entspannte Skifahren beginnen. Ein großer Vorteil, der für das Skigebiet spricht. Die Skischule ist auf Familien mit Kindern eingestellt, genügend Skilehrer auch für die individuellsten Wünsche stehen parat und Roman als Jugendschreck noch on top.

Foto 4

Das Skigebiet am Speikboden ist sehr übersichtlich – ein weiterer Vorteil - und kommt einem Ski-GRUPPEN-erlebnis sehr entgegen. Die Pisten sind gut befahrbar, bestens präpariert - rot, blau und ein bisschen schwarz. Alle Lifte führen zwar unterschiedlich rauf auf ca. 2.400 m, kommen aber zentral an der Mittelstation wieder an – äh am Iglu Après-Ski. Das trägt sehr zu einer ständigen Kommunikation bei, man trifft sich, unterhält sich, trinkt was zusammen, genießt die Sonne, die es in dieser Woche extrem gut mit uns meint. Sehr zu Lasten der Schneequalität. Ab Mittag war Wasserski angesagt. Kein Wunder bei ca. 24°C prallem Sonnenschein, der auch Einfluss auf die Getränkeauswahl hat. Also kein Jagatee, Glühwein oder Bombardino – eher Bier, Aperol Spritz oder Wasser.

Obwohl die Gruppe bunt zusammengewürfelt ist, ist trotzdem von Anfang an ein guter „spirit“ vorhanden. Jeder kommuniziert mit jedem, jeder kümmert sich auch um die Kids der anderen – mit anderen Worten – Harmonie. Und einfach war’s, sich Namen zu merken. „Jürgens“ gab’s gleich drei!

Geboten wird hier am Berg so einiges. Aufgrund der guten Thermik konnte man den Paraglidern zusehen, wie sie majestätisch wie Adler am Himmel ihre Kreise zogen. Am Foto-Point wurden lustige Gruppenfotos gemacht. Die Liftkarten können per Handy getrekkt werden – so weiß jeder, was er tagsüber an Liften und Höhenmetern gefahren ist und beim Skirennen wurde um Medaillen und Pokale gekämpft.

Foto 1

Der Skiclub lud regelmäßig ein zum „private Après Ski“ vor dem Hotel. Im T-Shirt mit Badelatschen und kurzen Hosen ließ sich das gut aushalten. Andere nutzen die Möglichkeit zu saunieren, der Liveübertragung des FC-Spiels zu folgen oder sich die Haare schneiden zu lassen. Alles kann – nichts muss.

Gegen 17 Uhr wird’s unruhig. Schnell zusammenräumen und ab in den Speiseraum. Abendessen ist im werden. An der zunehmenden Lautstärke und Unruhe der Kinder lässt sich ablesen, wie weit die Küche mit den Vorbereitungen ist. In diesem Jahr übernimmt der Hausherr selber die Küchenorganisation zusammen mit einem sehr kräftigen russischen Koch. Der ist mehr so – hemdsärmelig. Getreu dem Motto „solange ich noch zwei gesunden Hände habe“ brauche ich weder Löffel, Gabel noch Messer um aufzulegen. Den Parmigiano gibt der Hausherr noch händisch drüber – das Küchenteam – gewöhnungsbedürftig!

Gegessen werden trotzdem mehrere Gänge: Antipasti (verschiedene Salate) - Primo piatto (meistens Nudeln), Secondo piatto (meistens Nudeln mit Fleisch) und Dolci – immer!

Wenn die kleineren Kids dann im Bett sind, kommt es zu Gruppenbildungen unter den Teilnehmern. Die größeren Kids annektieren den Fernsehraum und mit der „remote control“ in der Hand sind sie die Bestimmer. Die Älteren finden sich auch zusammen. Es wird geredet, g elacht, getrunken und gespielt. Bis spät in die Nacht. Alles sehr entspannt. In diesem Jahr erstmals mit Doppelkopf in großer Runde, was den Schreiber des Öfteren sehr durcheinanderbrachte.

Leider gab’s in diesem Jahr wieder einen größeren Unfall. Sabine war die Leidtragende. Sie wurde mit Rippenbrüchen und gedehntem Kreuzband per Heli ins Krankenhaus nach Bruneck geflogen. Zum Glück war’s dann doch nicht so schlimm wie zuerst befürchtet. Der Vorteil für Sabine – liegender Heimtransport „by ADAC“.

Die Woche geht wieder viel zu schnell vorbei. Autos werden gepackt und jeder tritt die Heimreise an. Einhelliges Urteil – „schön wars!“ Eines ist nach dieser Woche sicher. Wir sehen uns wieder – HIER. Warum? Weil alles passt!

Nochmals großes DANKESCHÖN an die Hauptorganisatoren Peter Schoog, Petra Rietze und Roman Baum.

Jürgen Freudenstein, Autor; Köln

Seitenanfang ▲